Buddhistischer Himalaya (23.02.2019 – 20:00 Uhr)

Die Berge des Himalaya waren es, die mich 1985 zum ersten Mal auf das Dach der Welt zogen. Es waren Bildern von schwindelerregenden Pässen, von der faszinierenden buddhistisch-tibetischen Kultur und der Eisriesen die mich magisch anzogen. Auch 30 Jahre später hat sich nichts an der Faszination geändert, die das höchste Gebirge der Welt auf mich ausübt. Zwar hat sich auch im Himalaya mittlerweile einiges verändert. Doch Dank der atemberaubenden natürlichen Gegebenheiten, ist vieles noch erstaunlich ähnlich geblieben. Neben der im doppelten Sinn atemberaubenden Landschaft stehen die Einwohner des Himalaya und ihre zumeist buddhistische Kultur im Zentrum meines Interesses.

Reisen im Himalaya hat auch immer etwas von einer Pilgerfahrt, zumal dann, wenn das Ziel auch noch ein heiliger Ort ist, sei es nun ein Klosterfest in einem der immer noch geheimnisvollen Klöster des Himalaya oder ein heiliger Berg, wie der Kailash. Die Reisen zu heiligen Orten sind seit jeher, auch im christlichen Abendland, Teil der Wallfahrt. Tatsächlich ist die Anreise über staubige Pisten, trotz Kälte auf der Ladefläche von Lastern, für die tibetischen Pilger ein wichtiger Teil der Pilgerfahrt. So sind auch für mich sind die beschwerlichen und abenteuerlichen Anreisen über schwindelerregende Pisten und die höchsten Passstrassen der Welt so etwas wie eine Wallfahrt zum Glück.

Nicht nur wichtige Pilgerfahrten, wie die zum Kailash, und beeindruckende Klosterfeste in Ladakh, Bhutan und Tibet sind Teil des Vortrages. Mich interessiert auch, wie die Menschen den Alltag meistern, wie sie mit den Härten des Lebens umgehen, wie ihr Weg zum Glück von ihrer Religion, dem Buddhismus Erde.

Tawang liegt am östlichen Ende des tibetisch-buddhistischen Kulturraumes im im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh. Dieser Teil des Himalaya ist bislang touristisch kaum bekannt, da der Osten Indiens bis vor kurzem kaum zu bereisen war. Und immer noch benötigt der Reisende ein Permit für den auch von China beanspruchten Staat. Reisen in diesem Teil Indiens hat sich noch viel vom Abenteuerlichen bewahren können. Schon alleine die Anreise über den Brahmaputra mit Fähren die kaum breiter  sind, als die Geländewagen lang, ist ein Erlebnis, das man so wohl nur in Indien haben kann. Mühselig werden die Fahrzeuge über schmale Planken an Deck manövriert. Hinter dem Brahmaputra warten die Ausläufer des Himalya mit Dschungel, Elefanten, Panzernashörner und Nashörnvögel – wenn irgendwo in Indien, dann lebt das Dschungelbuch noch hier.

Weitere Infos unter www.kay-maeritz.de